Hoopers

Hoopers ist eine Hundesportart in der es darum geht, einen Hindernisparcours bestehend aus z.B. sogenannten Hoops, Tunnel, Tonnen, Pylonen, Slalom und Gates fehlerfrei zu bewältigen. Eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund und ein hohes Maß an Geschicklichkeit im Team sind die wichtigsten Grundlagen für diesen Hundesport.

 

Hoopers ist für Jedermann und "Jederhund" geeignet! Alter, Rasse und Größe spielen so gut wie keine Rolle. Voraussetzung jedoch ist, dass die Hunde freudig mitarbeiten. Es ist auch für Hunde geeignet, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht (mehr) springen dürfen. Auch für Hundeführer, die nicht mehr ganz so “gut zu Fuß” sind, ist diese Sportart bestens geeignet.

 

Wie im klassischen Agility gibt es auch hier einen Geräteparcours, der in einer bestimmten Reihenfolge vom Hund durchlaufen werden muss. Anders als im Agility muss der Hund in einem Hoopers Parcours nicht springen. Der Parcours ist in der Regel sehr weitläufig und besteht aus Bögen (Hoops), Tunneln, Tonnen (Barrels), Pylonen und Zäunen (Gates). Die Reihenfolge, Distanz und Anzahl der Gräte richtet sich nach dem Können bzw. der Klasse des jeweiligen Hund-Mensch-Teams.
Eine große Besonderheit besteht darin, dass der Hundeführer NICHT mitläuft. Der Hundeführer bringt seinen Hund zu Beginn an den Start und begibt sich dann in seinen festgelegten Führbereich, den er während des Laufes nicht verlassen darf. Der Hund wird nur mit Körpersprache, Sicht- und Hörzeichen auf Distanz durch den Parcours geführt.

Rally Obedience

Diese Sportart ist für fast jeden Hundehalter geeignet und passt durch die abwechslungsreiche Vielfalt auch zu den meisten Hunden. Rally Obedience kommt mit wenig Zubehör aus und ist unkompliziert durchführbar. Nicht nur für Profis: selbst Kinder können im Parcours schon spielerisch mit ihrem Hund Unterordnungsübungen probieren.

Im Vordergrund steht die perfekte Kommunikation zwischen Mensch und Hund, denn beim Rally Obedience ist partnerschaftliche Zusammenarbeit als Team gefragt.

Rally Obedience ist in Deutschland noch eine recht junge Sportart. Sie wurde vor einigen Jahren in den USA entwickelt und hat dort bereits eine große Anhängerschaft erobert.

So funktioniert es:

Der Hundeführer durchläuft mit seinem Hund einen vorgegebenen Parcours, der möglichst schnell und präzise abzuarbeiten ist. An jeder Station finden sie ein Schild, auf dem angegeben ist, was dort zu tun ist und in welche Richtung es anschließend weitergeht.

Das Besondere an diesem Sport: Hund und Mensch dürfen und müssen während ihrer Arbeit ständig miteinander kommunizieren. Der Hund darf jederzeit angesprochen, motiviert und gelobt werden.

Die Aufgaben im Parcours bestehen aus klassischen Unterordnungs-Übungen wie Sitz-, Platz-, Steh-Kommandos, aber auch Kombinationen aus diesen Elementen. Es sind Richtungsänderungen um 90°, 180° und 270° nach rechts und links zu absolvieren sowie 360° Kreise. Andere Schilder fordern auf, einen Slalom um Pylonen zu machen oder den Hund über eine Hürde voraus zu senden oder abzurufen. Fester Bestandteil eines Parcours sind außerdem die so genannten Bleib- oder Abrufübungen. Eine Besonderheit ist die Übung zur Futterverweigerung, bei der das Team an gefüllten Futternäpfen vorbei gehen muss, ohne dass sich der Hund bedient.

Bewertet wird das Team nach Punkten und Zeit.

 

Trainingszeiten

Mittwoch ab 17:00 Uhr


 

Agility


Die Hundesportart Agility hat ihre Wurzeln in England, wo sie als Animationsprogramm auf einer Hundeausstellung erstmals in sehr vereinfachter Ausführung gezeigt wurde und die Herzen von Publikum und Hundesportlern im Sturm eroberte. Sie ist noch verhältnismäßig jung, hat sich aber als Breitensport flächendeckend in ganz Deutschland zum Hundesport Nr.1 hochgearbeitet, so das sie heute immer mehr Vereine anbieten.

IMG 0920Die Idee für Agility entstammt dem Reitsport, genau genommen dem Springreiten. Den Hunden werden wie den Pferden Hindernisse zur Bewältigung vorgegeben, die sie in bestimmter Reihenfolge fehlerfrei, möglichst schnell abarbeiten müssen. Aufgrund der geringen Größe und Wendigkeit hat man aber bei den Hunden auf eine viel größere Vielfalt an Hindernissen zurückgreifen können als bei Pferden, so das ein Agilityparcour neben Sprüngen und Doppelsprüngen auch einen Tisch, einen Tunnel, einen Sacktunnel, eine Wippe, einen Laufsteg, einen Reifen, einen Slalom, einen Weitsprung und eine A-Wand bietet. Die Vielfältigkeit dieser Geräte, die bei unsachgemäßer Nutzung durchaus auch ein Gefahrenpotential bieten können, setzt eine intensive Lern- und Ausbildungsarbeit von Hund und Hundeführer voraus. Da der Hund die Geräte ohne Leine und mit einem manchmal nicht gerade geringem Abstand zum Hundeführer bewältigen muß, ist eine Bindung zum Hundeführer und ein gewisses Maß an Gehorsam Grundvoraussetzung. Auch ist bei dieser Arbeit die soziale Verträglichkeit der Hunde untereinander gefragt, da sich im Training und auch beim Wettkampf stets mehrere Hunde auf der Arbeitsfläche aufhalten und der Hund, wie schon erwähnt, ohne Leine arbeitet.

Was ist das Besondere an diesem Hundesport?

Der Name Agility beinhaltet das Wort "agil" also beweglich und genau um das geht es auch. Hund und Hundeführer sind zusammen in Bewegung und es werden bei der Gerätebewältigung bei Mensch und Tier gleichermaßen Kopf und Gliedmaßen gefordert. Eine gut durchstrukturierte Trainingseinheit Agility ersetzt locker einen dreistündigen Spaziergang. Der Bewegungsfaktor dieses Sportes animiert fast jeden Hund in optimaler Form zur Zusammenarbeit mit seinem Menschen und das auf positiver Ebene. Zusätzlich wird auch gleichzeitig Gehorsam erarbeitet. Die Freude am gemeinsamen Tun stärkt die Mensch/Hund Bindung. Wenn der Hund mit seinem Hundeführer Spaß hat braucht er sich diesen nicht allein zu suchen. Agility ist das "Überraschungsei" für den Hund. Spiel, Spaß und Spannung in einer Verpackung.

Was sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme an diesem Sport?

Die wichtigste Voraussetzung ist die Gesundheit von Mensch und Hund. Der Hundeführer muß gesund und beweglich genug sein um Sport zu treiben. Dabei spielt das Alter keine Rolle.
Beim Hund werden wir im Interesse der Tiere zu diesem Sport keine Hunde mit krankem Knochenbau oder Herz/Kreislaufproblemen zulassen. Auch solche, die Rasse bedingt ein zu hohes Gewicht, einen sehr langen Rücken, stark verkürzte Atmungsorgane und/oder verdrehte Gliedmaßen haben, sind für diesen Sport nicht geeignet, da mit gesundheitlichen Schäden und Überforderung gerechnet werden muss. Ab einem gewissen Rasse abhängigen Alter raten wir ebenfalls von der Teilnahme an diesem Sport ab.IMG 0762

Welpen sind bedingt willkommen. Hier werden wir vor einer Kurszulassung abchecken, ob die Mensch/Hund Bindung schon so weit vorhanden ist, das über positive Bestärkung in dieser reizstarken Umgebung einer Agilityübungsstunde gearbeitet werden kann. Natürlich werden Welpen/Junghunde bis zu einem Jahr auch nur an Boden nahen Geräten arbeiten, da sie in diesem Alter nicht springen dürfen. Empfehlenswert ist die Teilnahme auf jeden Fall, da die sportliche Betätigung die Mensch/Hund Bindung fördert.

Dagegen ist, Rasse unabhängig, jedes Team zur Teilnahme an diesem Sport herzlich eingeladen. Auch körperlich kleine Hunde sind mit Eifer und Freude immer mehr in diesem Sportbereich zu finden. Wer sich selbst ein Bild von dem hier Beschriebenen machen möchte ist herzlich eingeladen als Zuschauer zu einer unserer Trainingstunden zu kommen.

Unser Trainerteam gibt sich die größte Mühe jedes Mensch/Hund Team sehr sorgfältig mit den Agilitygeräten vertraut zu machen. In kleinen überschaubaren Gruppen, die individuell dem Leistungstand der einzelnen Teams angepaßt werden, werden Mensch und Hund mit viel Geduld und Spaß an den Sport herangeführt.

Dabei liegt unser Hauptinteresse stets in der Förderung einer optimalen, vertrauensvollen Bindung des Hundes an den Menschen. Wir versuchen über die sportliche Ebene eine Grundlage für eine dauerhafte Beziehung herzustellen.

 


 

Obedience

Die Hundesportdisziplin „Obedience" (engl. = Gehorsam) hat in Deutschland noch keine lange Geschichte. Das Ursprungsland des Obedience ist England, wo es 1919 aus den „Working Trails" als eine Vielseitigkeitsprüfung für Hunde gebildet wurde. In Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Holland fand diese Hundesportart schon vor teilweise 50 Jahren begeisterte Anhänger, so dass 1987 die FCI-Generalversammlung die Einführung einer internationalen Gehorsamsprüfung beschloss.

In Deutschland wurde diese Hundesportart erst vor ca. 20 Jahren populär. Seit April 2002 werden Obedience-Prüfungen durch eine nationale Prüfungsordnung geregelt, deren neueste Fassung am 1. Januar 2013 in Kraft getreten ist.

Obedience-Prüfungen können in 4 Klassen abgelegt werden:

Beginner, Klasse 1, Klasse 2  und Klasse 3

Voraussetzung für die Teilnahme an der Beginner-Prüfung ist eine bestandene Begleithundeprüfung. Eine mit dem Werturteil „vorzüglich" abgelegte Prüfung berechtigt dann zum Start in der nächst höheren Klasse.

 

Die Übungen in den einzelnen Klassen sind:

20100821 121702Beginner Klasse

  • Verhalten gegenüber anderen Hunden
  • Stehen und Betasten
  • 2 Minuten Liegen in einer Gruppe mit Sichtkontakt
  • Freifolge
  • Sitz oder Platz aus der Bewegung
  • Voraussenden in ein 10m entferntes Quadrat
  • Abrufen
  • Apport auf ebener Erde
  • Distanzkontrolle aus 5m, 2 Wechsel
  • Um einen 10m entfernten Pylon herumschicken
  • Gesamteindruck

 

20100821 164455Klasse 1

  • 1 Minute sitzen in einer Gruppe mit Sichtkontakt
  • Freifolge
  • Steh aus der Bewegung
  • Abrufen
  • Sitz oder Platz aus der Bewegung
  • In ein 15m entferntes Quadrat schicken mit Platz
  • Holzapport
  • Distanzkontrolle aus 5m, 4 Wechsel
  • Abrufen über eine Hürde
  • Um einen 10m entfernten Pylon herumschicken
  • Gesamteindruck

 

20100821 133830Klasse 2

  • 2 Minuten liegen in einer Gruppe ohne Sichtkontakt
  • Freifolge
  • Sitz und/ode Steh und/oder Platz aus der Bewegung
  • Abrufen mit Steh
  • Voraussenden in ein Quadrat mit Platz und Abrufen
  • Apportieren mit Richtungsanweisung
  • Geruchsunterscheidung aus 6 Holzgegenständen
  • Distanzkontrolle aus 10m
  • Metallapport über eine Hürde
  • Gesamteindruck

 

20100822 141222Klasse 3

  • 2 Minuten sitzen in einer Gruppe ohne Sichtkontakt
  • 1 Minute liegen in einer Gruppe mit abrufen
  • Freifolge
  • Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung
  • Abrufen mit Steh und Platz
  • Voraussenden in ein Quadrat mit Richtungswechsel, Platz und abrufen
  • Holzapport mit Richtungswechsel
  • Um einen Pylon senden, Steh/Sitz oder Platz und Holzapport mit Richtungsanweisung über einen Sprung
  • Geruchsidentifizierung aus 6-8 Holzgegenständen
  • Distanzkontrolle aus 15m

 

 

 

 

 

Während der einzelnen Übungen einer Obedience-Prüfung wird viel Wert auf ein harmonisches Arbeiten des Teams gelegt. Bewertet wird daher neben Arbeitsfreude, Präzision und Schnelligkeit des Hundes auch der Umgang des Hundeführers mit seinem Hund.

 

 

 

 

Besonderheiten im Obedience sind:

* Ein Ringsteward sagt sämtliche Prüfungsübungen, auch deren Beginn und Ende, an.

* Es gibt kein festes Schema für die Fußarbeit. Die entsprechenden Elemente(Richtungswechsel, Wendungen,

Gangarten, Schrittfolgen und Figuren) müssen auf Anweisung des Ringstewards gezeigt werden.

* In allen Klassen wird das ruhige Abliegen in der Gruppe geprüft, ab Klasse 1 auch das Absitzen in der Gruppe.
* Die Nasenarbeit wird durch die „Geruchsunterscheidung" überprüft. Hierbei soll der Hund aus 6 gleichartigen Hölzchen dasjenige bringen, das den Geruch des Hundeführers hat.

 


 

"BH" (Begleithundprüfung)

 

Die BH-Prüfung ist eine Basisausbildung die zum weiterführen des Hundes in der Vielseitigkeitsprüfung zwingend erforderlich ist. Hier lernt der Hundeführer für jede Situation die richtigen Hörzeichen ("Fuß", "Sitz", "Platz" usw.) einzusetzen und der Hund lernt, diese entsprechend umzusetzen.



 

Außerdem lernt der Hund das Verhalten zu anderen Menschen und Tieren. Erst wenn die BH-Prüfung bestanden wird, kann man seinen Hund an die Vielseitigkeitsprüfung heranführen, oder man entscheidet sich für eines der vielen anderen Angebote des DVG.