Beim Agility-Turnier geben sich Hund und Herrchen sportlich

In eine beeindruckende Wettkampfarena verwandelte sich am Sonntag die Sportanlage des „Hundesportvereins (HSV) 1919 Bergkamen“ am Buchenweg in der Waldrandsiedlung. Dort wurde das zweite Turnier des „Ruhr-Cup 2013“ für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft des DVG in der Disziplin „Agility“ ausgetragen.

140 Hunde aller Rassen waren aus dem östlichen Ruhrgebiet und dem nahen Sauerland angereist. Die Tiere wurden mit ihren Haltern in zwanzig Mannschaften mit jeweils sieben Teams aufgeteilt. Die Hundeführerinnen und -führer waren wiederum mit ihren Familien und Freunden angereist. Ein vielstimmiges Hundegebell ließ schon von weitem erahnen, wo sich der Hundesportplatz befindet.

Wie an einer Perlenkette reihten sich die Zelte der Teilnehmer rund um den Turnierplatz aneinander. Auf bequemen Klappstühle konnten die Hundeführer vom frühen Morgen bis zur Siegerehrung am späten Nachmittag von dort das spannende Turnier „aus der ersten Reihe“ mitverfolgen.

Viel Humor bewiesen die Teams bei der Namenswahl. So heißen die Bergkamener Hundefreunde „Pütt Dogs“, andere „Resser Rennschnecken“ oder auch „Gladbecker Wippen-Kipper“.

Zwei Durchgänge, der „A-Lauf“ und der „Jumping“, waren von jedem Team möglichst schnell und fehlerfrei zu bewältigen. Hierzu wurden gemäß den Anweisungen der beiden DVG-Leistungsrichter, Hans-Jürgen Krüger und Hubertus Schulte, die rund 20 Hindernisse, bestehend aus Hürden, Slalom, Weitsprung und Tunnel, aufgebaut. Die zu bewältigende Strecke lag zwischen 100 und 150 Metern.

Verständigung durch Gestik

Beim A-Lauf kam erschwerend hinzu, dass bei den Hindernissen Wippe, Schrägwand und Laufsteg am Beginn und am Ende je eine rote „Kontaktzone“ von mindestens einer Pfote berührt werden musste. Die Hunde sollten also nicht nur Sportlichkeit, sondern auch Farbverständnis beweisen.

Wichtig beim Agility ist das perfekte Zusammenspiel von Hundeführer und Hund. Der Hund springt eigentlich aus Begeisterung über alles, was sich ihm in den Weg stellt. Dass aber die Hindernisse in der richtigen Reihenfolge bewältigt werden, dafür ist der Hundeführer zuständig. Vor jedem Durchgang tummelt sich so die gesamte Hundeführermeute auf dem Parcours, und prägt sich mit Hilfe des Hundehalters den Verlauf der Strecke ein.

Bei dem rasanten Rennen dann verständigen sich Hund und Hundeführer gleichermaßen durch Gestik. Ein kleiner Fingerzeig – und der Hund rast nicht geradeaus, sondern ‚nimmt’ erst einmal den Tunnel. Dabei müssen auch die Hundeführer Sportlichkeit an den Tag legen.

Am Ende war der Jubel dann riesengroß, wenn der Hund den Parcours ohne Fehler geschafft hatte. Ein kurzer, aber inniger Blickkontakt zwischen Hund und Hundeführer verriet, dass beide mit dem Ergebnis zufrieden sein konnten.

Quelle: Westfälischer Anzeiger

Galerie zum Ruhr-Cup 2013

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