Sprinter mit zwei Beinen und vier Pfoten

Beim Dog-Race gehen Herr und Hund gemeinsam auf die Piste

Bergkamen Über einhundert Sprintstars gingen am Sonntag an den Start, als der Hundesportverein Bergkamen zum 1. Bergkamener Dog-Racing eingeladen hatte. Von weit her, wie zum Beispiel aus Oberhausen, waren die Vierbeiner mit Sack und Pack und ihren zweibeinigen Familien schon am frühen Morgen angereist.

Auf einer Distanz von 50 Metern ging es dann ab 10 Uhr so richtig um die Wurst, um herauszufinden, welcher Hund der schnellste im ganzen Land ist. Zwei Durchgänge waren von jedem Hund zu meistern, die bessere Zeit ging in die Wertung.

"Noch viel wichtiger ist aber der große Spaß für unsere Vier- und Zweibeiner", bekräftigt Sabrina Stiefel von der Rennleitung. Mit einer Wurst wurden allerdings die wenigsten Hunde gelockt. Vielmehr rannten, zumindest wenn sie sportlich waren, Herrchen oder Frauchen mit dem Lieblingsspielzeug ihres Vierbeiners zuerst die Strecke selbst entlang und stießen dabei die ihrem Hund vertrauten Lockrufe aus. Ein Helfer mußte den immer zappeliger werdenden Hund am Start festhalten, da dieser natürlich seinem Frauchen folgen und sein Lieblingsspielzeug zurück holen wollte. Kaum hatte Frauchen die Ziellinie überschritten, da durfte der Hund auch schon hinterher rennen. Von den "Rängen" wurden die Sprinter von ihren Fangemeinden lauthals angefeuert.

Damit jeder Hnd auch eine reelle Chance hatte, wurde in sieben Klassen gestartet: vom Welpen, über Junghund, Supermini, Mini, Medi, Maxi, bis hin zu den Senioren ab acht Jahren. Vom winzigen Chihuahua und dem fast unaussprechlichen Catahoula-Mix, bis hin zum drahtigen Rhodesian Ridgeback waren fast alle Hunderassen vertreten.

Durchschnittlich gerade einmal fünf Sekunden brauchten die Hunde für die Distanz, gemessen wurde mit Lichtschranken auf Hundertstel Sekunden genau. Da die größeren und vor Kraft strotzenden Hunde kurz vor der Ziellinie ihre Höchstgeschwindigkeit erreichten, reichte auch die Bremsstrecke auf dem noch vom Morgentau feuchten Rasen hinter der Ziellinie gerade so eben aus.

"Milo ist der Schrecken aller Windhunde", berichtet Sabine Sliwka mit einem Augenzwinkern stolz über ihren Parson-Russel-Terrier aus der Mini-Klasse, der gerade mit glatten fünf Sekunden eine super Zeit über die 50 Meter-Strecke gesprintet war. Kein Wunder, denn bereits seit vier Jahren lassen beide kaum ein Rennen aus. Entsprechend gut ist Milo trainiert und kann den zweiten Start kaum abwarten.

Sunny, die erst zwei Jahre alte und überaus charmante Französische Bulldogge, scheint dagegen die Ruhe selbst zu sein. "Das täuscht", versichert ihr Frauchen Beate Eickelmann aus Kamen. "Täglich werde ich von Sunny auf angenehmer Weise aufs Neue überrascht." So auch dieses mal. Mit etwas mehr als fünf Sekunden bei Sunny`s allererstem Dog-Race können beide doch ganz zufrieden sein.

Quelle: Hellweger Anzeiger

 

Starterlisten und Platzierungen

Welpe

Junghund

Super Mini

Mini

Medi

Maxi

Senior

 

Galerie zum Hunderennen