Hunderennen 3/2013

„Unser erstes Bergkamener Hunderennen heute ist ein Versuch und deshalb sind auch keine Preise ausgesetzt“, erklärte der 1. Vorsitzende des Hundesportvereins Bergkamen (HSV), Bernd Rothenpieler, „dafür aber gibt es um so mehr jede Menge Sport, Spiel und Spannung!“

Und das nicht nur für die startenden Hunde, sondern auch für das Gefolge der Tiere, meistens bestehend aus Herrchen, Frauchen und Freunden.

Der HSV Bergkamen hat eine lange Tradition, was die Ausbildung von Hunden angeht. So bietet der Verein neben der Vorbereitung zur „Begleithundeprüfung“ im Anschluss daran auch die Ausbildung in der Gehorsams-Disziplin „Obedience“ an. Besonders beliebt sind die „Agility“-Kurse, bei denen Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen gleichermaßen gefordert sind und beide auch erfreulich agil bleiben.

Gute Voraussetzungen für das erste Bergkamener Hunderennen, das der HSV Bergkamen am Samstag zum ersten Mal auf seiner Hundesportanlage am Buchenweg in der Waldrandsiedlung ausrichtete. Ein Versuch, der gelungen zu sein scheint.

„Wir sind ziemlich überrascht, wieviele Hunde zur Teilnahme angemeldet wurden“, freute sich Bernd Rothenpieler. Und auch der Einzugsbereich war überraschend. Denn nicht nur aus Bergkamen, sondern auch aus Dortmund und Bochum kamen die Hunde der unterschiedlichsten Rassen und Größen angereist – alle bestens gelaunt und durchweg entspannt. Ob Lang-, Kurz- oder Rauhaardackel, niedliche Scotch-Terrier, Retriever, Chihuahua, Münsterländer, ein eleganter Whippet-Windhund und einige Border-Collies – die Liste könnte lange fortgesetzt werden. Namen wie Bismarck, Snoopy, Amadeus, Mary Poppins oder einfach nur Hexe und Fiete schallten über den Turnierplatz.

Bernd Rothenpieler und die Mitglieder des Vereins hatten diesen Wettkampf-Tag bestens vorbereitet. Getränketheke und Grillstand waren einsatzbereit, ein 40-Meter-Parcours mit Lichtschranken und mit Schiedsrichtertribüne sauber abgesteckt, das Gelände mit Luftballons turniermäßig bunt ausstaffiert. In zwei Teilnehmerklassen galt es für die Hunde, sich zu behaupten: kleine und große mussten in jeweils zwei Läufen auf Tempo über den 40-Meter-Parcours kommen.

Erlaubt war es dabei, zuerst als Frauchen oder Herrchen durch den Parcours zu laufen, um dann den Hund mit Rufen, Schreien und Gesten jeglicher Art zum Hinterherpreschen zu animieren. Katrin Kuhlmann mit zwei Zwergpinschern im Doppelpack überließ dies jedoch ihrer Mutter Susanne. Über deren 15,9 Sekunden auf 40 Metern konnten die raketenartigen Pinscher Benny mit 4,8 und Luna 4,3 Sekunden nur milde fiepen. Aber auch andere Hunde durfte man nicht unterschätzen. Wollknäuel Joschi aus Kuba, dessen Rasse während des Rennens für Laien nicht auszumachen war, brachte es immerhin auf 4,8 Sekunden.

Nur um wenige Zehntel-Sekunden schneller waren dann die großen Hunde über 50 Zentimeter, wie der Weimaraner Schweißhund „Bismarck“, der mit Heike Kutz aus Dortmund angereist war: „Das liegt aber mit Sicherheit daran, dass diese Hunde erst einmal eine gewisse Strecke brauchen, um ihr eigenes Gewicht auf Tempo zu bringen!“ Sobald diese aber ihre Höchstgeschwindigkeit erreicht hatten, war es ratsam, sich ihnen nicht mehr in den Weg zu stellen, wollte man nicht umgerannt werden. Es lohnte sich also, bei diesem Rennen mit beiden Beinen fest auf dem Turnierplatz zu stehen.

Quelle: Westfälischer Anzeiger